Das  Jahr 2018 war durch zwei zeitintensive Herausforderungen geprägt: 

Zunächst einmal galt es, die Diakonie neu zu strukturieren als gGmbH unter dem Dach der Diakonie Mark Ruhr, um unter anderem das Presbyterium zu entlasten und das Haftungsrisiko der Gemeinde zu verringern.

Allerdings erwies sich die Umsetzung dieses Vorhabens als ausgesprochen zeitaufwändig, weil die Verflechtungen zwischen Gemeinde und Diakonie sehr eng sind. Die Diakonie Schwerte ist in Jahrzehnten unter dem Dach der Gemeinde gewachsen, „wohnt“ in gemeindeeigenen Immobilien. Sie ist nach wie vor eine Gemeindediakonie und soll es – wenn auch in anderer Gestalt – bleiben.

Im August 2018 war das Grundgerüst der gGmbH (an der die Gemeinde 40% der Anteile hält) nach langen Beratungen beschlussreif; 20 Beschlüsse, vorher in einer Schwerpunktsitzung des Presbyteriums und einer „offenen“ Sitzung des Finanzausschusses beraten und erklärt, konnten nun verabschiedet und auf dem Dienstweg weitergeleitet werden.

Wie geht es weiter?

Die Beantwortung dieser Frage ist eng verknüpft mit einer Personalangelegenheit, und dies ist die zweite große Herausforderung. Nachdem im Frühjahr 2018 bekannt wurde, dass Pfarrerin Anne Heckel – unsere Diakoniefachfrau – die Gemeinde verlassen würde, galt es in der zweiten Jahreshälfte, die Stelle schnellstmöglich wieder zu besetzen.

Ab September war der Vorsitzende des Presbyteriums kommisarisch für die Diakonie zuständig und leitete zusammen mit einer Kollegin und fünf Presbyterinnen und Presbytern den „Wiederbesetzungsausschuss“. Hauptkriterium für die Personalentscheidung sollten – neben pastoraler Kompetenz – Fachkenntnisse im Bereich Diakonie und KiTa-Wesen sein.

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest konnten wir das Auswahlverfahren mit der Pfarrwahl abschließen. Gewählt wurde (einstimmig) Pfarrer Achim Dreessen, der am 1. April seinen Dienst bei uns antritt. Vor dem neuen Kollegen liegt die Aufgabe, weiterhin für eine Verbindung zwischen Diakonie und Presbyterium zu sorgen.

Es war für unser Presbyterium eine anstrengende und zeitaufwändige Phase.

Aus persönlichen Gründen sind im vergangenen Jahr ausgeschieden: Herr Dr. Wolfgang Nockelmann, Frau Jasmin Groß und Frau Britta Santehanser. Wir danken ihnen für den ehrenamtlichen Dienst in unserer Gemeinde!

Ins Presbyterium eingetreten ist zu unserer Freude mit Herrn Daniel Groß ein „alter Bekannter“ (er war bereits Presbyter).

Allerdings nähert sich die presbyteriale „Legislaturperiode“ dem Ende: Im Frühjahr 2020 wird neu gewählt.

Unsere Gemeindeversammlung am Buß- und Bettag (20. November)wird gleichzeitig Wahlversammlungsein. Wenn Sie sich für das Amt eines Presbyters/einer Presbyterin interessieren oder jemanden vorschlagen möchten: Herzlich willkommen!

Im März/April 2020 wird das neue Presbyterium in seinen Dienst eingeführt. Vor ihm liegen große Aufgaben: Ab 2021 wird unsere Kirche umsatzsteuerpflichtig, was für die Buchführung sicherlich eine Herausforderung darstellt. Hinzu kommt, dass die Kirchensteuereinnahmen nach Jahren des Wachstums geringer werden und wir deshalb um weitere Strukturreformen und „Verkleinerungen“ nicht herumkommen.

Das soll uns aber nicht schrecken! Wir sind auf einem guten Weg, unsere Gemeinde zukunftsfähig zu gestalten. 

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