Der Film handelt von zwei ungleichen Menschen, die sich durch die Literatur näherkommen. Margueritte ist 95 Jahre alt und eine gebildete „Leseratte“. Germain, 45, ist nahezu ein Analphabet und verliefe sich regelmäßig und gründlich im „Labyrinth der Wörter“, verfügte er nicht über ein besonders gutes auditives Gedächtnis. Das hat Germain jedoch nicht davor bewahrt, Zeit seines Lebens für einen Trottel gehalten zu werden. Seine Freunde lachen ihn regelmäßig aus, auch wenn sie versuchen, ihn vor größeren sprachlich bedingten Dummheiten zu bewahren. Als die beiden sich im Park begegnen und feststellen, dass sie einander gut verstehen, beginnt Margueritte ihn in die Welt der Bücher einzuführen.
Regisseur Jean Becker gelang ein filmisches Kleinod mit einem wieder einmal exzellent aufspielenden Gérard Depardieu und einer bemerkenswerten Gisèle Casadesus. Mit viel Humor und Gespür für die Hauptfiguren entwickelte er eine einfühlsame wie charmante Geschichte über die Macht der Wörter und die damit verbundene Freude am Leben.

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