Am 16. Oktober 1927 kam es am Buschkampweg auf freiem Feld zu einem für die weitere Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte richtungweisenden Ereignis: Der Grundstein für das Gemeindezentrum in Geisecke wurde gelegt. Der Chor sang „Die Himmel rühmen“, die Gemeinde schmetterte „Ein feste Burg“ und „Nun danket alle Gott“, die Posaunen verkündeten es bis Lichtendorf.

Es entstand – neben St. Viktor und dem Calvin-Haus – die bis dahin erste und einzige „Außenstelle“ der Gemeinde. Im Mai 1928 war sie fertiggestellt. Betreut wurde der Bezirk mit seinen 1400 Seelen schon seit 1924 von einem „Hülfsprediger“.

Die Menschen aus Geisecke und Lichtendorf brauchten nun sonntags nicht mehr nach St. Viktor zu fahren oder zu gehen (eine Stunde, wie es in alten Unterlagen heißt). Auch Gemeindekreise konnten vor Ort in kirchlichen Gebäuden stattfinden.

Damit begann eine über Jahrzehnte hinweg erfolgreiche Dezentralisierung des Gemeindelebens. Es folgten nach dem Krieg Gemeindezentren in fast allen Ortsteilen.

Heute ist diese Entwicklung – wie wir wissen – rückgängig.

Doch trotz allem kann man festhalten: Zentren wie das in Geisecke waren und sind immer noch Säulen kirchlichen Lebens vor Ort.

Das Gemeindezentrum Geisecke-Lichtendorf-Gänsewinkel wird heute von einem engagierten Förderverein am Leben erhalten. Zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder sorgen dafür, dass „die Lichter nicht ausgehen“.

Ihnen zu Ehren und zur Würdigung aller Arbeit, die seit 1928 dort stattgefunden hat und noch immer stattfindet feiern wir am 30. September ein großes Jubiläums-Erntedankfest. Wir beginnen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst für Groß und Klein, den Chor und Posaunenkreis musikalisch gestalten.

Anschließend bieten wir auf dem Gelände rund um den Kirchturm Aktionen für Kinder und Erwachsene an.

Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Das Jubiläumsfest endet um 17 Uhr mit dem Abendsegen.