Freundliche Augen, fester Händedruck, den rechten Fuß zur Begrüßung voran gestellt! Diese Frau steht im Leben und hat keine Angst vor Aufgaben oder Arbeit, sie weiß anzupacken.
Am 1. November werden es 10 Jahre, dass Brigitte Stirner im Gemeindebezirk Villigst als Küsterin tätig ist.
Die gelernte Bürokauffrau bewarb sich damals auf die Stelle, weil sie eine geeignete Gelegenheit sah, Familienaufgaben und Berufstätigkeit zu vereinbaren.
Im und ums Haus herum für die damals noch kleinen Kinder leicht erreichbar zu sein, war die kluge Überlegung der Mutter.

Man kann es kaum glauben, dass 25 Wochenstunden für die Fülle der Arbeit als Küsterin im Bezirk ausreichen. Kirchendienste zu allen Zeiten und Gelegenheiten für Brigitte Stirner selbstverständlich. Darüber hinaus müssen die schönen, weiten Grünflächen des Kirchengrundstückes  in Ordnung gehalten werden; d.h. im Sommer Rasen mähen, im Herbst Laub fegen, dann der Winterdienst auf der Höhe. Die Küsterin arbeitet schnell und präzise, sie arbeitet gern.
Das Gemeindehaus, das jetzt vom Förderverein getragen wird, öffnet sich weit in die Gemeinde hinein. Durch viele Gruppen- und Themenveranstaltungen bis hin zu  privaten Feiern, wird es gut frequentiert.  „So wie das Angebot vielfältiger geworden ist, ist es die Arbeit auch. Es ist zu schaffen“, sagt Frau Stirner.

Brigitte Stirner ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. (20,17, und Zwillinge, die13 Jahre alt sind).
In Siebenbürgen, nahe Hermannstadt ist sie geboren und aufgewachsen und in die deutsche Schule gegangen, bis sie 1991 in den Westen nach Iserlohn kam.

Vorsichtig frage ich, ob es noch Zeit für ein Hobby gäbe. „Ja, stricken im Herbst und Winter für die Kinder und backen nach Bedarf, Sahnetorten oder Kleingebäck.

Die Gartenarbeit ist vielleicht Frau Stirners  stille Leidenschaft. Auf ihren Blumenbeeten blühen jetzt im Herbst wunderbare bunte, gefüllte Zinnien und reif hängen helle und dunkle Weintrauben am Spalier. Hinter dem Wohnhaus ein Gemüsegarten mit gut gemischtem Angebot für den Mittagstisch.

Brigitte Stirner arbeitet im guten Einvernehmen mit Pfarrer Kamutzki  und den Ansprechpartnern der Gruppen zusammen.

Alles was an sie herangetragen wird, erledigt sie gern. Das wissen die Gemeindemitglieder und deshalb schätzen sie ihre Küsterin.

Emmi Beck