Das Corona-Virus hat unser alltägliches Leben fest im Griff. Wir können uns als Christinnen und Christen nicht mehr treffen und miteinander Gottesdienste feiern. Die Kirchen bleiben geschlossen. Nur wenige Kirchen sind (noch) für das stille Gebet geöffnet. Wir können aber auch zuhause Gottesdienste feiern, in einer kleinen Hausgemeinschaft oder alleine. Im Folgenden finden Sie einen möglichen Ablauf, den Sie frei abändern können. Aber vielleicht hilft Ihnen diese Form, mit Gott und im Gebet mit anderen in Kontakt zu bleiben.

  1. Setzen Sie sich bequem hin. Machen Sie das Radio, den Fernseher und die Musik aus. Entzünden Sie eine Kerze. Haben Sie noch andere christliche Symbole in Ihrer Wohnung? Ein Kreuz? Eine christliche Spruchkarte? Ein Gesangbuch? Legen Sie diese Symbole neben die Kerze und gestalten Sie sich eine kleine meditative Ecke. 
  2. Atmen Sie tief ein. Helfen Sie sich selber, durch die Atmung ein wenig zur Ruhe zu kommen.
  3. Beginnen Sie die Hausandacht mit folgenden Worten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. 
  4. Sprechen Sie dann ein Eröffnungsgebet, zum Beispiel mit folgenden Worten: Guter Gott, ich komme jetzt zu dir mit meinen Fragen, mit meinen Erlebnissen, mit meinen Sorgen. Komm du nun auch zu mir. Hör mir zu. Sprich mich an. Mach mir Mut und schenk mir deine Gegenwart
  5. Lesen Sie dann fortlaufend einen Psalm. Wählen Sie nur einige wenige Verse aus. In manchen Bibeln sind die bekannten Bibelverse fett gedruckt. 
  6. Schreiben Sie in ein kleines Büchlein Ihre Gedanken zum Psalmtext auf. 
  7. Lesen Sie dann fortlaufend einen Text aus dem neuen Testament. Passend zur vorösterlichen Zeit können Sie mit dem 21. Kapitel des Matthäusevangeliums beginnen. 
  8. Schreiben Sie in ein kleines Büchlein Ihre Gedanken zum Bibeltext auf.
  9. Sprechen Sie nun ein Gebet. Beten Sie für nahe und ferne Menschen, für unser Land, für unsere Stadt, für alle, die Verantwortung tragen, für alle, die pflegen und Kranke behandeln, für alle, die wir jetzt nicht persönlich treffen können. 
  10. Lassen Sie Ihre Fürbitten in das Vater Unser münden: Vater unser im  Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen; denn dein ist das Reich und die Kraft  und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
  11. Bitten Sie zum Schluss um den Segen Gottes, zum Beispiel mit folgenden Worten: Der Herr  segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. – Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.

Wenn Sie ein Gesangbuch zu Hause haben, können Sie auch zum Beispiel den Psalmtext mit Liedstrophen austauschen, die Sie singen oder sich und anderen vorlesen. 

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Andachtszeit zu Hause. Fühlen Sie sich mit denen verbunden, die wie Sie zuhause beten. 

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