Das Wort zur Wochenmitte

Foto: Tom Damm

Liebe Leserin,
lieber Leser!

Wo ist Gott? 
Das scheint eine der großen Menschheitsfragen zu sein. 
Wo ist Gott? 
Viele auch unter uns stellen sich diese Frage. 
Leiden unter dem angeblichen Schweigen Gottes.
Sind wütend, weil Gott sich anscheinend aus allem heraushält. 

Und dann gibt es intelligente Menschen, die dumme Antworten geben, weil sie nichts von Gott wissen. Weil sie nur glauben, was sie sehen. Zum Beispiel der russische Kosmonaut Juri Gagarin, der 1961 in seinem Raumschiff die Erde im Weltraum umrundet hat und hinterher sagte: „Ich war im Weltraum, aber Gott habe ich nicht gesehen.“ 

Wenn wir Gott sehen und erleben wollen, müssen wir beginnen, mit unseren inneren, mit unseren geistlichen Augen zu sehen. Dann sollten wir lernen, tiefer zu blicken und mit den Augen des Herzens zu schauen. Die Bibel als Quelle vieler spiritueller Weisheiten hilft uns auch hier auf die Sprünge. Im biblischen Buch der Weisheit lesen wir: „In allem Vergänglichen ist dein unvergänglicher Geist.“ (12,1)

Gott hat unsere Welt ins Dasein gerufen. Er hat auch uns ganz persönlich das Leben geschenkt. Gott hat seine Spuren in uns hinterlassen; und in allem, was existiert. Daher möchte ich lernen, immer genauer hinzuschauen. Wie gern würde ich in allen Menschen, die mir begegnen, Gottes Schöpferkunst erkennen. In jedem Tier. In jeder Pflanze. In jedem Stein. In allem steckt etwas von Gott. Das macht es wertvoll und wundervoll. Nur erkennen müsste man es! 

Sehen lernen ist also eine Lebensaufgabe. Und wenn wir solche sind und werden, die wirklich sehen lernen, dann wird sich vieles verbessern: Das Tierwohl, das Miteinander, das Klima, der Frieden. Weil ja in allem Gott gegenwärtig ist, steigt unsere Ehrfurcht vor allem, was uns umgibt. Denn Gott atmet in allem, sein Geist pulsiert überall. Auch in dir. 

Und dann kannst du irgendwann sagen: „Ich war nicht im Weltraum. Aber Gott sehe ich überall.“ 

Ihr und Euer Tom Damm

PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com