
Liebe Leserin,
lieber Leser,
da wird im Dortmunder Norden ein Kiosk überfallen, ist in den Nachrichten zu lesen. Mit einer Machete. Der 37jährige Kioskverkäufer wird dabei schwer verletzt und muss im Krankenhaus notoperiert werden.
In welcher Welt leben wir eigentlich? Offensichtlich in einem Dschungel. Mit einer Machete schlägt man sich in den Dschungeln dieser Welt die Wege frei. Sind wir jetzt da angekommen, wo man sich auch in deutschen Geschäften die Wege freischlagen muss? Für 150 € aus der Kiosk-Kasse? Was ist nur los mit dieser Welt? Was geht nur in manchen Menschen vor?
Ich bin sicher, das frage nicht nur ich mich. Das fragen sich viele andere auch. Verbrechen gab es schon immer. Nehmen sie zu? Oder sind die Nachrichten nur schneller und globaler, so dass wir umfassender informiert sind? Ja, ich glaube tatsächlich, dass wir uns schlechter fühlen, weil wir „jedes Verbrechen“ zwischen Aalen und Zwickau in den Medien wahrnehmen, was früher so nicht möglich war; und weil die guten Nachrichten viel weniger interessant scheinen in der Öffentlichkeit als die schlimmen, und somit auch weniger verbreitet werden.
Um nicht zu verzweifeln an dieser Welt, meditiere ich und bete jeden Morgen zu meinem Gott. Ich nehme mir, bevor die Geschäfte des Tages rufen und bevor ich Zeitung lese, eine kleine Zeit für Gott und mich. So versuche ich, ein positives Vorzeichen vor jeden neuen Tag zu setzen und ihn als gutes Geschenk anzunehmen. Mein Gebet ist:
Geist des lebendigen Gottes,
erfrische mich wie Tau am Morgen.
Öffne mich.
Forme mich.
Fülle mich.
Sende mich.
Das spreche ich dreimal langsam, ganz bewusst und mit Gefühl. Um meinen ganzen Körper mitzunehmen ins Gebet, mache ich zu den Worten entsprechende Bewegungen. Das erfrischt und tut gut. Und dann sind auch schlechte Nachrichten besser erträglich. Weil mein tägliches Gebet mich auf unterschwellige Weise daran erinnert, dass der unsichtbare, aber wirksame Gott uns und unsere Welt – gegen allen Anschein – immer noch in seiner Hand hält.
Dieses Vertrauen wünsche ich auch Euch und Ihnen von Herzen!
Ihr und Euer Tom Damm