Samstag, 21. März 2020

Nehmen wir zum Beispiel…

Foto: Klaus Johanning

An dieser Stelle erhalten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, von nun an samstags ein Beispiel für positives Leben in Corona-Zeiten – wobei ich mir natürlich bewusst bin, dass das Positive im Auge der jeweils Betrachtenden liegt, aber: Es ist ja nur dieser eine Wochentag, an dem ich Ihnen damit komme!

Also: Nehmen wir zum Beispiel (Folge 1) – die Nutrias an der Ruhr, die gerade Nachwuchs haben. 

Ich beobachte sie seit Jahren, wenn ich mit dem Rad von Geisecke in Richtung St Viktor fahre. Manchmal nehme ich mir einen Augenblick Zeit und schaue ihnen beim Leben zu.Eigentlich stammen sie aus Südamerika, wo sie gegessen werden, habe ich gelesen. 
Hier bei uns essen sie selbst andauernd – zumindest, wenn ich sie beobachte. Als jemand, der schon ein wenig bei der Kalorienzufuhr aufpassen muss, sehe ich das mit gewissem Neid.  
Auch der Nachwuchs futtert so lange, bis er wie die Eltern eine typische Nutria-Figur hat (auf die ich wiederum nicht neidisch bin).
Nutrias gelten ab einer gewissen Menge als schädlich, weil sie beispielsweise Uferböschungen untergraben.
Ich aber sage Euch: besser Uferböschungen als Moral oder demokratische Werte – und deshalb finde ich die Auftritte mancher Menschen schädlicher!
Hinzu kommt: Die Nutrias hier sind meist Käfigflüchtlinge, was ihnen bei mir viele Sympathiepunkte einbringt.

Ich liebe die Nutrias, gerade in diesen schwierigen Tagen!
Sie halten durch in einem Klima, das sie eigentlich nicht kennen, ja, sie leben ihr Leben in diesem Klima. Ein gutes Beispiel für uns, die wir manchmal viel zu früh klagen (beispielsweise, weil Toilettenpapier ausverkauft ist).

Darum gilt: Seht die Nutrias an der Ruhr, wie zufrieden sie sind! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sorgen nicht für den morgigen Tag (der ja bekanntlich seine eigene Plage hat) – aber unser himmlischer Vater ernährt sie doch!

Ihr Klaus Johanning


Geistliche Impulse

Gebete, mutmachende Texte, Erinnerungen an beglückende und stärkende Erfahrungen im Glauben und in der Gemeinschaft – in diesen Zeiten, in denen wir soziale Kontakte reduzieren und auch in der Gemeinde keine Treffen, keine Gottesdienste möglich sind – in diesen Zeiten wollen wir als Geistliche der Gemeinde – Pfarrerinnen, Pfarrer, Prädikantinnen, Prädikanten – kleine Texte ins Netz stellen.Beten Sie mit, denken Sie mit, singen Sie mit – wir hoffen auf die stärkende Kraft des Glaubens und der Gemeinschaft.

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Ihr Pfarrteam


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