Nach monatelanger Restaurierungsarbeit konnte Ende Juni endlich das Gerüst in der St. Viktor Kirche abgebaut und der Altar in neuem Glanz der Öffentlichkeit präsentiert werden.

In einer Feierstunde dankte Dr. Johanning den vielen Spenderinnen und Spendern und den Schwerter Unternehmen, die es ermöglicht hatten, die erforderliche Summe von 100.000 € für die Restaurierung aufzubringen. Besonders hilfreich war dabei die Anschubfinanzierung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit einer Spende in Höhe von 20.000 € .

Im Vordergrund der Restaurierung stand die Oberflächenreinigung und Konsolidierung der über 150 Figuren des Schnitzaltars, der 1523 in Antwerpen angefertigt worden ist. Abschließend wurden helle Fehlstellen und Bruchkanten retuschiert. Eine Neuvergoldung der Figuren kam nicht in Frage; allenfalls wurde mit kleinsten Mengen Pudergold zurückhaltend retuschiert. Unterstützt durch ein neues Beleuchtungskonzept erscheint der Altar nun wieder in voller Pracht.

Superintendentin Martina Espelöer hob in ihrem Grußwort die Bedeutung des Altars für das gottesdienstliche Geschehen hervor und nannte ihn den Mittelpunkt der Kirche, an dem die Gegenwart Christi in Brot und Wein gefeiert werde. Der neue Bürgermeister von Schwerte Dimitrios Axourgos freute sich über das Engagement der Schwerter Bürger und nannte den Altar „das Goldene Wunder von Schwerte“.

Frau Prof. Welzel von der Technischen Universität Dortmund führte anschließend in die kunstgeschichtliche Bedeutung des Antwerpener Altars in St. Viktor ein und betonte das unschätzbar wertvolle Kulturerbe über eine Generationsfolge von fünf Jahrhunderten.

Abschließend erläuterten die Restauratoren die vielen Arbeitsschritte im Rahmen der Restaurierung und nannten es „ein Privileg, jedes Detail aus der nächsten Nähe zu sehen und untersuchen zu dürfen“, schließlich sei der Mittelteil des Altars noch nie in seine Einzelteile zerlegt worden.

Ab sofort werden wieder Führungen durch die Kirche und zum Altar angeboten, die in der Presse angekündigt werden. Auf besonderen Wunsch stehen die Presbyter Ulrich Halbach und Bruno Giersch gerne zur Verfügung, um außer der Reihe Kirchenführungen vorzunehmen.